Die Kultur des Antwortens Teil 2

Kommunikation ist …

… Beziehung

Seit meinem letzten Blogbeitrag zu diesem Thema habe ich mir viele Gedanken gemacht, viele Gespräche geführt und Meinungen dazu angehört, da ich dies als essenziell empfinde, um andere zu verstehen. Das Thema scheint die meisten Menschen zu beschäftigen, auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Die einen hassen es, keine Antworten zu erhalten und die anderen stresst es, ständig antworten zu müssen.

Über die Erreichbarkeit und die Antwortschuld

Es ist mir an dieser Stelle ein Anliegen klarzustellen, dass ich im ersten Teil dieses Beitrags (Die Kultur des Antwortens) nicht gemeint habe, dass man immer sofort antworten muss, es ging um das Antworten an sich und nicht das wann.

Ständige Erreichbarkeit und Antwortschuld auf allen uns heute zur Verfügung stehenden Kanälen verusachen Stress, Druck und belasten sämtliche Lebensbereiche.

Ob Kunden, Geschäftspartner, Freunde oder Familie, die Frage „Wem schulde ich eine Antwort?“ ist die Frage nach unseren Prioritäten und zu diesen gehören wir schließlich auch selbst oder sollten wir zumindest gehören.

Keine Antwort zu geben, nicht sofort erreichbar zu sein, kann eine Form des Selbstschutzes sein, weil man sich gerade eine Auszeit gönnt, eine wichtige Arbeit fertig bekommen möchte oder eine schöne Zeit mit Freunden oder Familie verbringt. Somit kann Nicht-Antworten zu mehr Selbstliebe führen.

Kommunikation ist Beziehung

und Beziehung ist individuell. Wie wir mit unserer Umgebung kommunizieren, hängt im höchsten Maße von unseren Einstellungen und Werten ab. Wie unsere Umgebung mit uns kommuniziert, hängt ebenfalls von uns ab. Damit meine ich, dass wir uns unser Umfeld selbst schaffen.

Wenn es uns also nicht passt, wie andere mit uns kommunizieren, ist es an der Zeit, die eigene Art der Kommunikation unter die Lupe zu nehmen und einen ehrlichen Blick auf die eigenen Werte, Einstellungen und Erwartungen zu werfen. Oft entdeckt man Erstaunliches. 😉

Doch nicht immer besteht die Notwendigkeit zu reden, zu erklären, zu diskutieren. Besonders nicht mit Menschen, die uns auch auf anderen Ebenen verstehen. Menschen, die das wahrnehmen können, was wir nicht sagen. Diese Art der Kommunikation entspannt eine Beziehung (egal in welchem Lebensbereich diese besteht) immens.

Manchmal trifft man auf Menschen, bei denen das von Anfang an funktioniert, wohingegen man sich diese Vertrautheit mit anderen erst erarbeiten muss.

Die Frage, die man sich stellen sollte, ist, ob die Beziehung zu diesem Menschen die Arbeit wert ist.

Kommunikation ist Begegnung

Das passende Umfeld, also Menschen mit denen die Kommunikation einfach, unkompliziert und entspannt ist, kann man sich selbst schaffen. Nicht mit einem brutalen Rundumschlag, bei dem man alle aus seinem Leben eliminiert, die nicht in den eigenen Rahmen passen, sondern mit Liebe, Großzügigkeit und Geduld. Das ist ein Prozess, der niemals wirklich abgeschlossen ist, der aber einfacher werden kann.

Sobald man sich seiner eigenen Werte, Vorstellungen und ja, auch Erwartungen klar ist, wird die Entscheidung, welche Menschen man in seinem Leben haben will, wie man kommunizieren will, auch klarer.

Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass man sich selbst auch weiterentwickelt und sich somit sowohl die Art der Kommunikation, als auch die Menschen, mit denen man kommuniziert, verändern können.

Die Entscheidung, mit wem wir auf welche Art und Weise in Kontakt treten, liegt bei uns, ob wir antworten oder nicht, und ob wir uns über fehlende Antworten ärgern oder nicht, auch.

Kommunikation ist Berührung.
Kommunikation ist Beziehung.
Kommunikation ist Begegnung.

 

„Wenn du jemandem begegnest, so erinnere dich daran, dass es eine heilige Begegnung ist.
Wie du ihn siehst. wirst du dich selbst sehen.
Wie du ihn behandelst, wirst du dich selbst behandeln.
Wie du über ihn denkst, wirst du über dich selbst denken.
Vergiss dies nie, denn in ihm wirst du dich selbst finden oder verlieren.“

Marianne Williamson, „Die heilige Begegnung“ aus Rückkehr zur Liebe

 


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