Über mich

Yoga und ich

Ich habe mir oft die Frage gestellt, wie ich jemandem, der nichts mit Yoga zu tun hat, erklären kann, worum es geht. Viele Menschen haben bei dem Begriff Yoga inzwischen recht klare Bilder im Kopf. Diese Bilder können allerdings das Verständnis für die vielfältigen Möglichkeiten, die Yoga bietet, stark einschränken.

Diese Erklärung soll Dich als LeserIn über das allgemeine Verständnis von Yoga hinausführen und ein Gefühl für Yoga vermitteln.

Beim Yoga geht es nicht darum, wüste Verrenkungen zu vollziehen – es geht vielmehr um die innere Haltung zu den Dingen, also um die innere Haltung zum Leben.

Im Yoga arbeitest Du an dieser inneren Haltung. Yoga kann helfen, eine gewisse Stabilität herzustellen. Eine Stabilität, die sich von innen heraus entwickelt und dann auch im Außen ihre Früchte trägt. Du wirst belastbarer, gehst entspannter an Herausforderungen heran, schaffst es besser, Entscheidungen zu treffen. Du lernst, Dich dem Leben zu öffnen und hinzugeben mit all seinen Aufgaben, Problemen, mit allem, was auf irgendeine Art und Weise auf Dich zukommen kann.

Yoga bedeutet für mich, Selbstliebe zu lernen. Den eigenen Körper wahrzunehmen, das eigene Sein wahrzunehmen, und sich selbst so zu lieben, wie man ist und lebt. Lernen, aus der Tiefe zu schöpfen – alle Ressourcen, die Du in Dir trägst, alles, was Du mitnimmst bzw. was Du mitbringst in diese Welt, wirklich nutzen zu lernen. Yoga schafft es, diese Dinge an die Oberfläche zu bringen. Mit Yoga findest Du einen Zugang zu den verborgenen Schätzen in Dir selbst, einen Zugang zu Deinem Potenzial, das Du vorher vielleicht noch nicht kanntest.

Du schaffst es, das aus Dir herauszuholen, was wirklich da ist. Du schaffst es, Dich selbst in Deiner vollen Größe wahrzunehmen, und zwar jedes Mal ein bisschen mehr.
Dadurch lernst Du auch, andere besser wahrzunehmen. Und zwar den Menschen hinter seinen Meinungen, seiner Religion, seinen Rollen und Glaubenssätzen. Man beginnt, die Essenz in den Menschen wahrzunehmen.
Plötzlich erkennst Du, dass Dein(e) NachbarIn dieselben oder zumindest ähnliche Probleme hat wie Du.

Yoga bietet dir die Möglichkeit, deine Perspektive zu verändern. Die Perspektive zu verändern bedeutet immer, neue Wege zu beschreiten.

Das alles ist nicht möglich, indem man einmal kurz in einer Yogastunde vorbeischaut und dann beschließt, dass einem das alles viel zu anstrengend ist oder dass man sich diesen inneren Widerständen (und ja, die kommen ganz sicher) nicht mehr stellen will, sondern durch Beständigkeit, Durchhaltevermögen und Regelmäßigkeit.

Yoga ist für mich ein Teil meines Lebens geworden und auch an jenen Tagen, an denen ich keine Körper- oder Atemübungen mache, versuche ich, diese innere Haltung, die mir Yoga vermittelt, zu bewahren. Ich bin weit davon entfernt, das in jeder Situation zu schaffen, aber es gelingt immer besser. Von Augenblick zu Augenblick, von Moment zu Moment und von Situation zu Situation.


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