Zeit für Raum

Ein interaktiver Text über spirituelle Entwicklung, energetische Leere und kreative Löcher.

Mit der Bitte um Deinen Kommentar oder Deinen Erfahrungsbericht!

Wenn ich normalerweise vor einer Überschrift sitze, fallen mir sofort 1000 Dinge ein, die thematisch dazu passen und aus denen man einen tollen Text, eine Geschichte oder ein Gedicht formen kann.

Doch seit einiger Zeit will mir das Schreiben, das Formulieren, das Worte zusammenfügen nicht so leicht von der Hand gehen. Ich sitze sozusagen in einem kreativen Loch.

Mag sein, dass das mit der spirituellen Entwicklung zusammenhängt, von der im Yoga (aber weitem nicht nur da) immer gesprochen wird.

Mein Leben hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Es ist kein Stein auf dem anderen geblieben und ich habe viele Entscheidungen getroffen, die ich früher nicht hätte treffen können.
Alle diesen großen, kleinen und die ganz subtilen Veränderungen schaffen einen neuen Raum in meinem Leben. Damit meine ich konkret, dass ich das Gefühl habe mehr Platz einzunehmen, ohne jedoch jemand anderem etwas wegzunehmen. Im Gegenteil, der neue Raum ist gefüllt mit Leere. Hier kann alles sein oder nichts.

In diesem Beitrag nehme ich mir zwar Zeit für diesen Raum, aber in diesem Raum spielt Zeit keine Rolle.
Die energetische Leere in diesem Raum bietet unendlich viele Möglichkeiten.

Für Dich bietet sie die Möglichkeit, über Deine eigenen Erfahrungen mit Veränderung, Kreativität und Entwicklung zu berichten …
 


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3 Kommentare

  • silvia

    Hallo Sam,
    dein Text begleitet mich seit ich ihn gelesen habe. Danke dafür, dass du dieses Thema aufgegriffen hast.
    Dass sich Steinhaufen bewegen habe ich auch schon erlebt. Bei mir haben sich diese Prozesse eher innerlich abgespielt und für mich hat Jose Saramago in „Das Zentrum“ ein sehr gutes Bild gefunden.
    “ .. ich glaube es gibt Situationen im Leben , in denen wir uns einfach dem Strom des Lebens überlassen sollten, als hätten wir nicht mehr die Kraft uns ihm zu wiedersetzen und plötzlich erkennen wir, dass der Fluss sich auf unsere Seite geschlagen hat, niemand sonst hat es bemerkt, nur wir, wer uns sieht, wird meinen wir sind kurz vor dem Kentern und nie sind wir so sicher gesegelt.“
    Bei mir dauert es immer ein bisschen bis ich bemerke, dass ich wieder sicher segle.
    Ich glaube wenn uns der kreative Ausdruck verloren geht, gehen wir tatsächlich mit Mann, Frau und Maus unter. Für mich stimmt, dass ich bestimmte Erwartungen an die Form meiner Kreativität hatte z.B. malen können, oder schreiben, oder singen und dabei alle anderen Formen meiner Kreativität missachtet habe.
    Namaste
    Deine Kursteilnehmerin Silvia

  • Sigrid

    Liebe Sam,

    Wow! Toller Blogbeitrag, der wirklich zum Nachdenken anregt. Ich liebe Deine Sprache, wie Du etwas in Bilder fassen kannst, das so unsichtbar ist – gratuliere! Wieder freue ich mich unbeschreiblich darüber, dass wir nun gemeinsam YogalehrerInnen ausbilden, denn Du ergänzt mich so wunderbar – DANKE!

    Die Beschreibung Deines „kreativen Lochs“ erinnert mich an immer wiederkehrende Phasen in meiner persönlichen Entwicklung. Wir beide haben in letzter Zeit mehrmals über Dein aktuelles „nicht kreativ sein“ gesprochen, und bisher war ich der Meinung, dass es mit den – seit Anfang Oktober wirklich vielen und zeitaufwendigen – organisatorischen Aufgaben zu tun hat. Heruntergebrochen, dachte ich immer wieder: „Wie sollen wir bloß jetzt, wo es SO VIEL zu bedenken, berechnen, beschreiben gibt, noch IDEEN oder EINGEBUNGEN haben?“ Jetzt, wo ich Deine Zeilen, Deine Beschreibung lese, verändert sich meine Wahrnehmung dazu.

    So ähnlich wie Du es hier beschreibst, kenne ich diese Phase VOR der Fülle, der Leere, der nächsten Bewusstseinsebene, dem neuen Raum.
    Jeder Raum gehört bewohnt, damit er uns Heimat wird – was er ja immer möchte. Egal ob wir von einem inneren (unsichtbaren) oder äußeren (sichtbaren) Raum sprechen. Wenn wir übersiedeln, braucht es seine Zeit, bis die Dinge ihren Platz gefunden haben, bis wir dem Raum inne-wohnen und uns heimisch fühlen. So ist es auch mit diesem Entwicklungs-Raum, der sich gerade erweitert hat und, wie ich denke, dieser Vorgang des Erweiterns auch noch am Laufen ist. Aus meiner Erfahrung macht die Ausdehnung dann mal Pause, damit wir darin heimisch werden, damit alle Informationen in alle Richtungen wieder ihre „Bahnen“ finden. Neue Wege werden oft gegangen, bis sie leicht begehbar sind.

    IM neuen Raum spielt die Zeit keine Rolle. FÜR den neuen Raum – bis alles darin Wege findet, harmonisch fließend – aber schon. Sie spielt eine Rolle im Kopf, in unserem Können, Wollen und Müssen, in unseren scheinbaren Verpflichtungen und in unserem Streben.

    Und nun bleibt noch zu sagen: In all dieser Zeit des von Dir beschriebenen „kreativen Lochs“ warst Du total schöpferisch!

    Deine Freundin Sigrid

  • Katrin

    Ich kenne ebenfalls Leere. Als ich vor 4 Jahren meine Schwester verlor, breitete sich eine unfassbare Leere in mir aus. Gerade aber in dieser Zeit war ich am Kreativsten, worüber ich sehr erstaunt war. Genauso wenn ich Gefühle als extrem erlebe, wenn ich mich aber langweile oder vor mich hin lebe, fehlt mir ebenso die Kreativität. Ein schöner Text, der zum Nachdenken angeregt hat. Danke dafür… Katy